Sicherheit - Geburtshaus Theresienwiese
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Sicherheit

Geburt

Sicherheit

Unser oberstes Ziel ist die Gesundheit von Mutter und Kind, wir sind uns unserer Verantwortung insbesondere Ihnen aber auch der außenklinischen Geburtshilfe gegenüber bewusst. Daher haben wir uns hohe Qualitätsrichtlinien auferlegt und streben eine Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements innerhalb der nächsten zwei Jahre an. Zahlreiche Studien belegen heute, dass die außenklinische Geburtshilfe für gesunde Frauen mit komplikationslosem Schwangerschaftsverlauf sehr sicher für Mutter und Kind ist und das Komplikationsrisiko durch unsere Ausschlusskriterien und Betreuungsabläufe sehr gering ist.

Guten Noten …
… für außerklinische Geburtshilfe

Die Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG e.V.) dokumentiert seit 1999 die Qualität der Versorgung in Deutschland bei Geburten in der häuslichen Umgebung, im Geburtshaus oder in Hebammenpraxen. Jährlich veröffentlichen wir die aktuellen Zahlen und Fakten zur außerklinischen Geburt in Deutschland. Seit Beginn dieser Aufzeichnungen zeigen die sehr guten Ergebnisse: Die Geburt zuhause und im Geburtshaus ist sicher. Im Jahr 2014 wurden 11.157 Geburten außerhalb der Klinik begonnen und statistisch ausgewertet.

Eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse:

  • Wesentliche Kriterien für die Wahl des Geburtsorts sind der Wunsch nach Selbstbestimmung und die vertraute Hebamme.
  • Die Kaiserschnittrate liegt bei 6,8 Prozent, bezogen auf alle 11.157 erfassten außerklinisch begonnenen Geburten.
  • Von den 11.157 erfassten Frauen sind 40 Prozent Erstgebärende.
  • 92,2 Prozent der Schwangeren können mit einer natürlichen Geburt rechnen.
  • 83,3 Prozent aller Geburten finden wie geplant zuhause oder im Geburtshaus statt.
  • Von allen Gebärenden werden etwa 16 von hundert während der Geburt in Ruhe in die Klinik verlegt (am ehesten Erstgebärende).
  • Der häufigste Grund aller Verlegungen mit 44,7 Prozent ist ein Stillstand der Geburt während der Eröffnungsphase, gefolgt mit 15,7 Prozent aufgrund eines Stillstands in der Austreibungsphase. Nur bei einer von hundert Frauen ist die eilige Verlegung ratsam.
  • Von allen 11.157 außerklinisch begonnenen Geburten enden 90,5 Prozent als Spontangeburt. Bei 2,7 Prozent wird die Geburt mit Saugglocke oder Zange unterstützt. Insgesamt werden 93,2 Prozent der Kinder vaginal geboren.
  • Auch von den 1.865 verlegten Frauen gebären in der Klinik rund 45 von hundert spontan, etwa 14 entbinden mit Hilfe von Saugglocke oder Zange und 41 haben eine Kaiserschnittgeburt.
  • Hebammen schätzen die möglichen Geburtsrisiken richtig ein und leiten im (seltenen) Notfall rasch Maßnahmen ein.
  • Die bevorzugten Gebärhaltungen von Frauen sind der Vierfüßlerstand, aufrecht hockend, sitzend oder auf dem Gebärhocker. Lediglich 5,6 Prozent aller 9.294 Frauen beenden die vaginale außerklinische Geburt in der Rückenlage.
  • Von hundert Zweitgebärenden, die einen außerklinischen Geburtsort wählen, hatten zehn bei ihrer ersten Geburt einen Kaiserschnitt.
  • In die Klinik wird die Gebärende grundsätzlich von ihrer Hebamme begleitet. Dort wird sie meist (in 89,9 Prozent) von einer anderen Kollegin und dem ärztlichen Team weiter betreut.
  • 95 von hundert Gebärenden (darunter auch diejenigen, die während der Geburt in eine Klinik verlegt wurden) können ohne nachgeburtliche Probleme das Wochenbett beginnen (ohne Plazentalösungsstörung, komplizierte Geburtsverletzungen oder verstärkte Blutungen).
  • Die große Mehrheit der Neugeborenen ist gesund. 99 von hundert Babys haben nach fünf Minuten einen APGAR-Wert von sieben und mehr. (Der APGAR-Wert zeigt den Vitalitätszustand des Neugebornenen an. Ab sieben von zehn Punkten geht es dem Baby gut bis sehr gut.)
  • Bei 57 Prozent aller Gebärenden beginnt die Geburt nach dem errechneten Termin (ET). Bei 2,1 Prozent erfolgt die Geburt mehr als 14 Tage nach dem errechneten Termin.
  • Die Neugeborenensterblichkeit beträgt 0,16 Prozent (oder 1 bis 2 Kinder auf tausend Geburten). Darin sind auch Todesfälle enthalten, bei denen die Geburt eines nicht überlebensfähigen Kindes außerklinisch geplant und durchgeführt wurde. (Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Wert in 2014 für alle in Deutschland gemeldeten Geburten 0,54 Prozent.)
  • Die Beziehung zur Hebamme wird während der Schwangerschaft intensiv gepflegt. Jede zweite Schwangere hat sechs oder mehr persönliche Kontakte zu ihrer Hebamme. 92,1 Prozent der Schwangeren nehmen auch Vorsorgeuntersuchungen bei der Hebamme in Anspruch.

(vgl. Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V. (Hrsg.); Zu Hause oder im Geburtshaus. Informationen zum Geburtsort; 2016)